Trauriges Update zum ÖJAB-Heim

Trotz aller Petitionen, Unterredungen und Appelle an den ÖJAB-Vorstand wurde das ÖJAB-Heim Greifenstein, in dem bis zuletzt rund 50 AsylwerberInnen untergebracht waren, mit Ende Juni geschlossen. Bis auf wenige BewohnerInnen, die im Ort untergebracht werden konnten, wurden die meisten anderen ins Schulzheim im Helenental bei Baden umgesiedelt. Die gelebte Vielfalt und Solidarität, für die die Gemeinde St. Andrä-Wördern, über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist, wurde um eine Facette ärmer. Für uns von Grenzenlos ein böser Verlust, denn immerhin hat der Verein in jahrelanger Arbeit gute und intensive Kontakte zum Heim und seinen BewohnerInnen aufgebaut. Von den Deutschkursen über interkulturelle Singabende bis zum Sommerfest, das alljährlich im Naturgarten des Heimes abgehalten wurde.

Das Haus in Greifenstein soll seitens der ÖJAB renoviert werden, über die derzeitigen Pressemeldungen hinausreichende Fakten über weitere Pläne liegen uns derzeit nicht vor.

In einem ZDF Auslandsbeitrag kündigte Landesrat Waldhäusl (FPÖ) an, nach der Sanierung sollten unbegleitete minderjährige Flüchtlinge hier einziehen und wenn möglich abgeschoben werden, wenn sie 18 Jahre alt werden und kein Asyl erhalten haben.

Nichtsdestotrotz werden wir ungebrochen daran weiterarbeiten, Begegnungen zwischen Menschen zu fördern und zu ermöglichen, gleich welcher Kultur sie entstammen. Ein Beitrag dazu sind unsere Kochabende.

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